Veranstaltungen

Konzert-Tipp!************** Freitag, 9. November 2007, 20.00 Uhr**********************

Frankfurt - HR-Sendesaal
Georg Philipp Telemann
|Serenata »Deutschland grünt und blüht im Friede« –
Frankfurter Festmusiken zur Geburt eines
Kaiserlichen Prinzen 1716 II

Reinhard Goebel, international renommierter Spezialist für Alte Musik, stellt mit dem hr-Sinfonieorchester in diesem Barock+-Konzert eine Rarität vor: die zur Geburt des Erbprinzen Leopold 1716 in Frankfurt als öffentliche Abendmusik veranstaltete Serenata »Deutschland grünt und blüht im Friede« von Telemann.

Ihre Aufführung auf dem Frankfurter Römerberg galt seinerzeit europaweit als spektakuläres Ereignis. Neben sechs Vokalisten, Chor und zahlreichen Instrumentalisten spielten in der mehr als zweistündigen opulenten Veranstaltung dabei auch Kanonenschläge, Salvenschüsse und Glockengeläut eine effektvolle Rolle – im hr-Sendesaal erlebt das originelle Werk mit dem hr-Sinfonieorchester und einem profilierten Solistenteam nun seine Wiederentdeckung.

19 Uhr | hr-Sendesaal:
Konzerteinführung »Musik im Gespräch«

Konzert-Tipp! ***************Dienstag, 23. Oktober 2007, 19.00 Uhr ****************************

Dr. Hochs Konservatorium, Clara Schumann Saal
"Musik bewegt mich"
Konzert zum 80. Geburtstag von
Prof. Peter Cahn
Musikpädagoge, Komponist und Musikwissenschaftler
Autor: Das Hoch'sche Konservatorium in Frankfurt am Main (1878-1978)
 
Werke von Georg Philipp Telemann und Peter Cahn
Schüler und Dozenten des Konservatoriums
 

Konzert-Tipp! **************Freitag, 5. Oktober 2007, 20.00 Uhr**********************************

Frankfurt am Main, Dom (im Rahmen der Frankfurter Domkonzerte)
"Laudate pueri Dominum" - Musik aus Telemanns Jugendzeit
Werke von G. P. Telemann, J. Rosenmüller, A. Steffani und A. Caldara
Johann Rosenmüller Ensemble
Leitung: Arno Paduch

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8. - 9. September 2007

Treffen der Telemann-Gesellschaften in Frankfurt am Main
im Rahmen der
Jubiläumsfeierlichkeiten zum 15-jährigen Bestehen der
Frankfurter Telemann-Gesellschaft e.V.

Samstag, 8. September 2007

13.30 – 14.30 Uhr
Gästehaus der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Frauenlobstrasse 1)

Mitgliederversammlung der Telemann-Gesellschaft e.V.
(Internationale Vereinigung) 

15 Uhr
Vorträge (in o. g. Räumlichkeiten):

Nina Eichholz (Frankfurt am Main): Telemanns Kantaten auf Texte von Gottfried Behrndt

Dr. Christiane Jungius (Termen, Schweiz): Telemanns „Frankfurter Kantantenjahrgänge“

Dr. Simon Rettelbach (Frankfurt am Main): Trompeten, Hörner und Clarinetten in der in

       Frankfurt am Main überlieferten so genannten ordentlichen Kirchenmusik G. P. Telemanns

17.30 - 19 Uhr
Geschlossene Veranstaltung der Telemann-Gesellschaft 

20 Uhr
Alte Nikolaikirche am Römerberg

Konzert

La Stagione Frankfurt, Leitung: Michael Schneider

Neu edierte Bläserkonzerte von Georg Philipp Telemann nach Manuskripten aus der
Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt

Eintritt frei 

Sonntag, 9. September 2007, 11.15 Uhr

Alte Nikolaikirche am Römerberg

Musikgottesdienst

Predigt: Landeskirchenpräsident Peter Steinacker
Musikalische Leitung: Thomas Wilhelm

Georg Philipp Telemann: Kantate Selig sind, die das Wort Gottes hören und
bewahren (TVWV 1:1295, Frankfurter Telemann-Ausgaben Nr. 48) 

14.30 Uhr
Liebfrauenberg

Stadtrundgang „Auf den Spuren Telemanns in Frankfurt am Main“
Prof. Dr. Peter Cahn
Dr. Roman Fischer 

17 Uhr
Alte Nikolaikirche am Römerberg

Kantatenkonzert

Vokalsolisten und Kammerensemble der Jungen Sinfoniker Frankfurt
Leitung: Bernhard Lingner
Programm wird noch bekannt gegeben

Eintritt frei

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24. September 2006, 20 Uhr

Wartburgkirche, Hartmann-Ibach-Str. 108, Frankfurt 

Georg Philipp Telemann 

Ouverturensuite B-Dur aus der Musique de Table  TWV 55:B1

Kantate Es ist ein großer Gewinn, wer gottselig ist  TVWV 1:501

Kantate Ach Herr! wie ist meiner Feinde so viel  TVWV 1:26

Anne Burkhard, Sopran

Julia Dressel, Alt

Stefan Römer, Tenor

Dirk Letsch, Bass

Kammerorchester der Jungen Sinfoniker Frankfurt

Bernhard Lingner, Leitung

Das Konzert wird von der Stadt Frankfurt am Main - Dezernat für Kultur und Freizeit gefördert.

Eintritt ist kostenlos.

In Zusammenarbeit mit der Frankfurter Telemann-Gesellschaft e.V.

                     

2. Oktoberwoche:

Herbsttreffen der Gesellschaft im Dr. Hoch’schen Konservatorium, Sonnemannstr. 16, Frankfurt

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13. Mai 2006, 11 Uhr

Orgelexkursion nach Sulzbach i. Ts. und Diedenbergen

Die Orgel der ev. Kirche in Sulzbach hat ihren Ursprung in der Frankfurter St. Katharinenkirche und wurde 1780 nach Sulzbach verkauft. Telemann hat auf ihr gespielt. Kantor Axel Braun wird uns in das Instrument einführen.

In der ev. Kirche (erbaut 1754-1756) von Diedenbergen steht eine Orgel von dem Schweizer Orgelbaumeister Johann Conrad Bürgy (1721-1792). Diedenbergen hat die Orgel 1790 in Frankfurt Bockenheim für 1400 Gulden erworben.

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Die St.-Nikolaus-Gemeinde, Bad Vilbel

lädt zu ihrem Konzert

am 

09. April 2006 um 17°° Uhr 

in der St.-Nikolaus-Kirche, Quellenstraße 20

ein. 

LUKASPASSION VON 1744

von Georg Philipp Telemann 

auf historischen Instrumenten 

Mitwirkende: 

Therese Glaubitz, Sopran
Johannes Weiß, Tenor
Kai Florian Bischoff, Baß

Vocalensemble Amici Musicae

Telemann’sches Collegium Musicum Frankfurt

Leitung: Thomas Wilhelm 

Unterstützt von der Telemann-Gesellschaft Frankfurt 

Karten zu 12 €, ermäßigt 8 €, sind an der Abendkasse,  im Vorverkauf in der Büchergalerie Bad Vilbel, Tel. 06101-1331, claudiasbuechergalerie@t-online.de oder bei Frankfurt-Ticket (Hauptwache B-Ebene, Tel. 069-1340-400, www.frankfurt-ticket.de) erhältlich.

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Veranstaltungen 2005

Freitag, den 29. April 2005 um 15 Uhr
Besichtigung der nicht öffentlich zugänglichen Instsrumentensammlung des
Historischen Museums Frankfurt. Frau Krist wird dabei über die Restaurier5ung eines italienischen Kielflügels aus dem Jahr 1695 informieren.

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7. Mai 2005 auf der Wartburg in Eisenach

Programm Wartburg-Konzert 7.5. 2005, 20.00 Uhr
Gotthold Schwarz Bass
La Stagione Frankfurt
Michael Schneider Blockflöte und Leitung
Sabine Bauer Cembalo

Johann Sebastian Bach Concerto d-moll für Cembalo und Streicher BWV 1052
(1685-1750) Allegro-Adagio-Allegro

G.Ph.Telemann „Herr erhöre meine Stimme“
(1681-1767) Kantate zum Sonntag Rogate für Bariton , Streicher und Bc
(Erstaufführung)

Giuseppe Sammartini Concerto F-Dur für Sopranblockflöte, Streicher und Bc
(1695-1750) Allegro-Siciliana- Allegro assai

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G.Ph.Telemann „Soll ich nicht von Jammer sagen“
Kommunionskantate für Bariton, Blockflöte, Streicher und Bc
(Erstaufführung)

Franz Iganz Beck Sinfonie d-moll op 3, 5
(1734-1809) Allegro moderato-Andantino-Minuetto-Presto

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25. Juni 2005
Fahrt zum Musikinstrumentenmuseum nach Lißberg

Die Exkursion nach Lißberg findet am Samstag, den 25. Juni statt. Für 11 Uhr ist eine Besichtigung mit Führung des Musikinstrumentenmuseums (inklusive Burgturm und Kirche) vereinbart. Unter dem Motto "Die Entwicklung der Musikinstsrumente von Michael Praetorius bis heute" wird schwerpunktmäßig die größte öffentlich zugängliche Drehleier- und Dudelsacksammlung der Welt gezeigt. Aus Anlass des 15-jährigen Bestehens des Museums wird das "Nürnbergisch Geigenwerk" spielbar gemacht und vorgeführt.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.museum-lissberg.de

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25. September 2005
Kantatenkonzert
Ein Konzert der Jungen Sinfoniker Frankfurt e.V. mit Kantaten und Kammermusik von Georg Philipp Telemann ist für Sonntag, den 25. September in der Wartburgkirche Frankfurt geplant.

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1. & 2. Oktober 2005
Treffen der Telemann-Gesellschaften
Das diesjährige Treffen der Telemann-Gesellschaften findet am 1. und 2. Oktober in Hamburg statt.

Bisherige Veranstaltungen

Frankfurter Telemann-Tage:

 
1. Frankfurter Telemann-Tage: 25.-28. April 1996:
- Konzertveranstaltungen (Kammerkonzert - Oper)
- Kantatengottesdienst
- Symposion "Telemann und Frankfurt" (Beiträge erscheinen in: Telemann in Frankfurt, hrsg. von Peter Cahn, Mainz 2000)

Urteil der Presse:
"Seit ihrer Gründung im Jahre 1992 hat sich die Frankfurter Telemann-Gesellschaft [...] organisatorisch und finanziell so gut etablieren können, daß sie im April dieses Jahres die Ersten Frankfurter Telemann-Tage veranstalten konnte. An vier Tagen wurden wissenschaftliche Vorträge gehalten und Werke Telemanns aufgeführt [...]."
FAZ vom 3.5.1996

 
2. Frankfurter Telemann-Tage: 2.-26. Juni 1999:
- Kantatenkonzert mit kunsthistorischen Erläuterungen "Telemann und der Peterskirchenaltar"
- Kantatengottesdienst
- Gesprächskonzert "Telemanns Modernität" mit Reinhard Goebel und Musica Antiqua Köln im Hessischen Rundfunk
- Stadtrundgang "Auf den Spuren Telemanns"
- Vortrag "Die Opernbühne als politischer Schauplatz: Telemanns Auftragswerke für die Hamburger Diplomaten" (PD Dr. Dorothea Schröder)
- "Die Barocknacht" - ein Mini-Festival der Alten Musik auf der Burg mit der Aufführung von Telemanns Oper "Don Quichotte"

Urteil der Presse: Auftakt im Städel
"Hier widmet man sich intensiv der Erforschung des Lebens und des Schaffens Georg Philipp Telemanns: Ganz obenan freilich steht für die Frankfurter Telemann-Gesellschaft das Wirken des ebenso vielbeschäftigten wie geschäftstüchtigen städtischen Musikdirektors in der freien Reichsstadt. Es ist das zweite Mal [...], daß die Telemann-Gesellschaft mit den ‚Frankfurter Te-lemann-Tagen', nun in Zusammenarbeit mit dem Städelschen Museums-Verein, der Heinrich-Schütz-Kantorei, dem Hessischen Rundfunk, dem Frankfurter Künstlerclub, der Stiftung Burg Kronberg, dem Hochschen Konservatorium und der Musikhochschule, an die Öffentlichkeit tritt."
Joachim Wormsbächer, Frankfurter Rundschau vom 6.6.1999

Sonstige Veranstaltungen:
 
Seit der Gründung im Jahre 1992 hat die Frankfurter Telemann-Gesellschaft zahlreiche Kantatengottesdienste, Vorträge und Konzerte angeregt bzw. mit veranstaltet.
Hier seien nur einige Veranstaltungen hervorgehoben.

1993:
5. September: Aufführung der Serenata "Deutschland grünt und blüht im Friede" sowie der Kirchenmusik "Auf Christenheit begeh' ein Freudenfest", die beide zur Geburt des Habsburgischen Thronfolgers Erzherzog Leopold 1716 komponiert wurden

Urteil der Presse: Hurra, ein Junge!
"Telemann konzipierte sein Werk dem repräsentativen Anlaß gemäß anspruchsvoll; [...]. Daß Telemanns espritvolle Vertonung dennoch auch heute zu faszinieren vermag, war die eigentliche Überraschung der einhellig positiv aufgenommenen Frankfurter Wiederbelebung."
Bernhard Drobig, Concerto Oktober 1993


1994:
Datum ???: Aufführung der Brockes-Passion; einem Werk Telemanns mit dem er das moderne Konzertleben begründete. Begleitend dazu gab es drei Vorträge mit unterschiedlicher Thematik ("Das Frankfurt Telemanns - Kirchlich, sozial, musikalisch"; "Die Passionsoratorien Telemanns"; "Telemann-Brockes-Passion - heute - mit Musikbeispielen").


1999:
Teilnahme am Projekt "Wissenschaftsstadt Frankfurt am Main - Bürger stiften Wissen. Engagement für Forschung und Wissenschaft"; die Frankfurter Telemann-Gesellschaft präsentierte hier in vier Vitrinen Dokumente zur Biographie Telemanns (u.a. seine Bewerbung und Bestallungsurkunde als städtischer Musikdirektor), zu den musikalischen Quellen (vom Originalmanuskript über die Transkription bis zur Entstehung einer modernen Ausgabe); Mitglieder der Gesellschaft standen den Bürgern und Schülergruppen Rede und Antwort; in einem Konzert konnten Werke von Telemann und dem Darmstädter Komponisten Grünewald dargebracht und erläutert werden.


2000:
24. April, Ostermontag, Kantatengottesdienst in der Alten Nikolaikirche am Römerberg
Im Rahmen eines Kantatengottesdienstes führten das Kammerorchester der Jungen Sinfoniker Frankfurt, der Choir of Christ the King sowie die Solisten Diane Severson (Sopran), Franz Kaern (Tenor) und Harald Wittkop (Bass) je eine Kantate von Johann Peter Kellner und Georg Philipp Telemann auf.

Urteil der Presse: Auf Wiederhören
"Seit über 200 Jahren waren diese beiden Kantaten nicht mehr aufgeführt worden: ‚Du bereitest vor mir einen Tisch" von Johann Peter Kellner und "Christ ist erstanden von der Marter" von Georg Philipp Telemann. Zwei junge Musikwissenschaftler haben sie wieder aus den Archiven der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt geholt und aus den nur handschriftlich vorliegende Noten im Rahmen ihrer Magisterarbeit in modernen Aufführungsmaterial umgeschrieben."
Ulrike Wenckebach, Frankfurter Rundschau vom 18.5.2000


26. November: Kantatenkonzert in der Festeburgkirche
Auf dem Programm standen die Kantate "Jesus Christus unser Heiland" (TVWV 1:976) aus dem sogenannten "Französischen Jahrgang, aufgeführt in Frankfurt im Kirchenjahr 1714/15. Den Text zur Kantate "Herr lehre uns bedenken" (TVWV 1:763) hat Telemann selbst verfasst. Sie stammt aus dem sogenannten "Concerten"-Jahrgang (1719/20) und zeichnet sich durch textausdeutende Madrigalismen aus. Als dritte Kantate des Abends erklang "Herr ich bin beide dein Pilgrim und dein Bürger" (TVWV 1:758) aus dem Simonis-Jahrgang.

Urteil der Presse: Solistenquartett als Chor
"So brachte jetzt der Frankfurter Musikwissenschaftler und Alte-Musik-Spezialist Eric Fiedler, der als Vorstandsmitglied der Telemann-Gesellschaft in deren Auftrag schon einige Kompositionen Telemanns aus dem Bestand der [Stadt- und Universitäts]Bibliothek im eigenen Verlag herausgegeben hat, mit dem ‚Telemann Consort Frankfurt' in der Festeburgkirche fünf erstaunlich hochkarätige werke zur historischen Erstaufführung. Fiedler hielt sich dabei eng an die historische Aufführungspraxis. Wie aus seinen wissenschaftlich fundierten Erläuterungen im Programmheft hervorging, hatte Telemann in Frankfurt nämlich mit ähnlich widrigen Umständen zukämpfen wie Bach in Leipzig. Demnach konnten die Chorstimmen offenbar häufig nur einfach besetzt werden. Das heißt: Solistenquartett und Chor waren identisch.."
Guido Holze, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28.11.2000


2001:
24. – 27. Oktober: 2. Internationales Telemann-Symposion „Klangrede der Aufklärungszeit – Telemanns Vokalmusik“
In Verbindung mit dem Musikwissenschaftlichen Institut der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt und der Frankfurter Bürgerstiftung Holzhausenschlösschen

Georg Philipp Telemanns Umgang mit tradierten Modellen und sein Reichtum kompositorischer Ideen spiegeln sich in der erstaunlichen Formphantasie seiner Vokalwerke wieder. Diese bildeten den Ausgangspunkt für die Referate von Fachleuten aus Deutschland, Österreich, der Ukraine und den USA. Telemanns Vokalwerke wurden auf ihre kompositorische Ideen, auf Strukturen der Texte und Vertonungen, auf Formen, Stile und Traditionszusammenhänge, auf Tonsatz und melodische Topik hin befragt. Dabei wurden auch philologische Grundlagen und die vergleichende Bezugnahme auf Telemanns Zeitgenossen nicht außer Acht gelassen. Die Telemann-Quellen in Kiewer Bibliotheken und Archiven, anonym überlieferte Kantatenfragmente in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt, theologische Kontexte der Brockes-Passion, die musikalische Rhetorik in Telemanns Kantaten, die „melodische Analysis“, das Rezitativ und auch die Oden Telemanns, einzelne Kantaten-Jahrgänge, stilkritische Echtheitsbeweise zwischen Telemann und Bach, Telemann und Fasch oder Krauses Bearbeitung der Ino-Kantate boten zahlreiche Ansatzpunkte zu anregenden Diskussionen.
Den Festvortrag bei der Eröffnungsveranstaltung über „Telemanns Autonomiebestrebungen“ hielt der bekannte Musikhistoriker und –soziologe Prof. Dr. Walter Salmen. Der Freiburger Emeritus legte dar, wie Telemann sich mit seinem bewußt gepflegten - für jedermann verständlichen und nicht nur auserwählten Zirkeln vorbehaltenen - „mittleren Stil“ über viele Stufen zu einem „bedingt unabhängigen Tonkünstler“ hocharbeitete.
Das Symposion bot wohl für jeden interessante wissenschaftliche Fragestellungen und zeigte, wie wichtig es ist, dass verschiedene Fachdisziplinen zusammenarbeiten, um zu effektiv weiterführenden Ergebnissen zu gelangen. In der Schlussdiskussion sind viele Themen - wie beispielsweise eine „theologische Telemannforschung“, eine gleichrangige Erschließung der weltlichen Vokalwerke Telemanns und die Frage nach der gesellschaftlichen Aktualisierung - angesprochen worden, die bei zukünftigen Veranstaltungen wieder aufgegriffen werden sollen.
Das musikalische Rahmenprogramm nahm sowohl Bezug auf das Motto des Symposions als auch auf das ein oder andere Referat. In der Eröffnungsveranstaltung erklang die Kantate „Alles redet jetzt und singet“ auf einen Text von Barthold Hinrich Brockes. Er verbindet darin frühaufklärerischen Rationalismus mit christlicher Frömmigkeit gepaart mit einer vielbewunderten Genauigkeit der Beobachtung und Beschreibung der Natur. In einem Kantatengottesdienst erklang Telemanns Neujahrskantate Wünschet Jerusalem Glück, die 1717 in Frankfurt am Main uraufgeführt wurde und auf einem Text von Erdmann Neumeister basiert. Die Kantate wurde diesmal in die Predigt des Oberkirchenrats Reinhard Bertram miteingebunden. Das Abschlusskonzert gestalteten der Kammerchor der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Mitglieder der Jungen Philharmonie Hessen-Thüringen unter der Leitung von Christian Ridil sowie die 2. Preisträger des 1. Internationalen Telemann-Wettbewerbs mit Kantaten und Instrumentalwerken Telemanns.



**********Samstag, 27. Juli 2002, 19.30 Uhr:**********

Konzert in der Festeburgkirche (An der Wolfsweide), Frankfurt am Main
In Verbindung mit dem Freundeskreis für geistliche Musik Preungesheim e.V.

Klaus Mertens - Bariton
Accademia Daniel, Leitung: Shalev Ad-El

"Reiner Geist laß doch mein Herz." Kantate am 1. Pfingsttag für Bariton,
Flauto traverso, Violino in ripieno all'unisono und Bc (TVWV 1:1228)
Frankfurter Telemann-Ausgaben Nr. 23

"In Gott vergnügt zu leben." Kantate für Bariton, Corno di caccia,
Oboe, Blockflöte, 2 Violinen und Bc (TVWV 1: 942)
Frankfurter Telemann-Ausgaben Nr. 24

"Sollt ein christliches Gemüte." Communionskantate für Bariton,
Violetta (Flauto traverso), Oboe (Violine) und Bc (TVWV 1:1373)
Frankfurter Telemann-Ausgaben Nr. 25



**********12. September - 28. September 2002**********

Ausstellung "Telemann und die Blumen", Stadt- und
Universitätsbibliothek, Bockenheimer Landstr. (B-Ebene)
anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Frankfurter Telemann-Gesellschaft e.V.

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 12. Sept., 17.00 Uhr

**********Samstag, 14. September 2002, 15 Uhr:**********

Siesmayer-Saal, Palmengarten, Frankfurt am Main
In Verbindung mit dem Palmengarten der Stadt Frankfurt

"Blumen für Telemann"
10 Jahre Frankfurter Telemann-Gesellschaft e.V.

Festakt mit drei Vorträgen:

1) Prof. Frank Blecken (Erfurt): "Die Geschichte der Gartenkultur im 18. Jahrhundert"

2) Dr. Kurt Wettengl (Frankfurt am Main): " Maria Sybilla Merian als Blumenmalerin"

3) Ralph-Jürgen Reipsch (Magdeburg): "Telemanns 'Blumenliebe' "

18.00 Uhr: Konzert

Georg Philipp Telemann

Ouverture B-Dur für 2 Oboen, Streicher und Generalbaß
aus der Musique de Table (Hamburg 1733), TWV 55:B1

Serenata: Ihr lieblichen Thäler, annehmliche Felder,
TVWV 11:1

Renata Grunwald - Sopran (der Sommer)
Elizabeth Neiman - Alt (Flora)
Edmund Brownless - Tenor (der Frühling)
Martin Höllenriegel - Baß (die Zeit)

Kammerorchester "Junge Sinfoniker Frankfurt", Leitung: Bernhard Lingner
Musikalische Einrichtung: Eric F. Fiedler




**********Sonntag, 15. September 2002, 11.15 Uhr:**********

Alte Nikolaikirche am Römerberg in Frankfurt/M.

Musikgottesdienst - 10 Jahre 'Frankfurter Telemann-Gesellschaft'

Georg Philipp Telemann

'Redet untereinander mit Psalmen und Lobgesängen'
Frankfurter Neujahrskantate 1719, TWV 1:1225

Renata Grunwald - Sopran
Elizabeth Neiman - Alt
Edmund Brownless - Tenor
Martin Höllenriegel - Baß

Instrumentalensemble, Leitung: Horst Christoph Diehl
Einführungs-Dialog mit Pfarrerin Andrea Braunberger-Myers


*******Freitag, 7. März 2003, 15 Uhr *****
(Wiederholung am Freitag, 5. September 2003, 15 Uhr)

Führung durch die "Privilegienkammer" des Instituts für Stadtgeschichte, Frankfurt (Treffpunkt: Münzgasse)

Anmeldungen richten Sie bitte direkt an Herrn Dr. Fischer: Tel. 069-212-33-373 oder roman.fischer.amt47@stadt-frankfurt.de

*******Samstag, 5. April, 10.30 Uhr *****

"Werkstattbesuch" durch die Musikabteilung der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt mit der Präsentation originaler Telemann-Quellen (Fiedler, Kersting-Meuleman).

Anmeldungen richten Sie bitte direkt an Frau Dr. Kersting-Meuleman:
Tel: 069-212-39-245 oder a.b.kersting@stub.uni-frankfurt.de

Vortrag: Prof. Dr. Peter Cahn:
"Sie sagen Bach und meinen Telemann" — Adorno und die Alte Musik

*******Sonntag, 14. September 2003, 17 Uhr *****
Kirche St. Leonhard, Frankfurt

Solisten und Kammerorchester der Jungen Sinfoniker Frankfurt
(Link: www.junge-sinfoniker.de)

unter der Leitung von Jörg Prothmann und Bernhard Lingner

Programm:
G. Ph. Telemann: Wir liegen großer Gott vor dir (22. Sonntag nach Trinitatis, TVWV 1:1668)
Herr wie lange willst du mein so gar vergessen (Sonntag Reminiscere, TVWV 1:777)
sowie ein Instrumentalwerk.

*******Samstag, 25. Oktober 2003, 11 Uhr *****

Führung durch die Manskopfsche Sammlung der
Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt.

Anmeldungen richten Sie bitte direkt an Frau Dr. Ann Kersting-Meuleman:
Tel. 069-212-39-245 oder a.b.kersting@stub.uni-frankfurt.de

9. - 11. Januar 2004

Das selige Erwägen

Theologische Aufgaben einer interdisziplinären Telemann-Forschung

Evangelische Akademie Arnoldshain