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Frankfurt
zur Zeit Telemanns
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Frankfurt war zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine Reichsstadt mit knapp 30.000 Einwohnern, die staatsrechtlich unmittelbar dem Kaiser unterstand. An der Spitze des reichsstädtischen Staatswesens stand ein vom Rat bestellter Schultheiß, dessen Befugnisse jedoch eher repräsentativer Art waren. Das eigentliche Machtzentrum aber bildete der Rat. Das Patriziat, das im Frankfurter Rat dominierte und faktisch die uneingeschränkte politische Macht in seinen Händen hielt, bestand aus einer geringen Zahl von ratsfähigen Familien, die sich zum größten Teil in zwei "Stubengesellschaften" (benannt nach den "Trinkstuben", in denen ihre Zusammenkünfte stattfanden) zusammengeschlossen hatten: den Gesellschaften Altenlimpurg und Frauenstein. Auf Initiative Telemanns wurde die Konzerttätigkeit des Collegium musicum im Jahr 1713 wiederbelebt. Zweck der Vereinigung war die Aufführung von wöchentlichen Konzerten. Dies war der Beginn des regelmäßigen Konzertwesens in Frankfurt. Die Konzerte fanden im Saale des Hauses Braunfels statt. |
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Die
Wirkungsstätten Telemanns
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Die Barfüßermönche
(Franziskaner) hatten seit etwa 1270 Kloster und Kirche an der Neuen
Kräme. Seit der Reformation war im Kloster fast 300 Jahre lang
das Gymnasium Francofortanum untergebracht. Die Kirche wurde 1548
die protestantische Hauptkirche der Stadt. 1786 wurde sie für
den Neubau der Paulskirche abgebrochen. |
| Katharinenkirche:
Ursprünglich als Frauenkloster
und Spital 1343 gestiftet von Wicker Frosch. Nach dem Neubau (1678-1681)
entwickelte sie sich zur zweiten protestantischen Hauptkirche Frankfurts.
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| Haus Braunfels:
Die Gesellschaft Frauenstein war nach der adeligen Gesellschaft Altenlimpurg die bedeutendste Vereinigung des Frankfurter Patriziats, deren Sekretär und Verwalter Telemann war. 1694 erwarb die Gesellschaft das Haus Braunfels auf dem Liebfrauenberg, im welchem Telemann zwischen 1712 und 1721 Wohnsitz bezog. |